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Gemeinsam für die Zukunft der Pflege: Kooperation von KiPf und FiPtec startet

Dr. Tom Zentek (KiPf) und Dr. Florian Fischer (FiPtec) - Foto: Jane Vanhnadak/Zentrum für Telemedizin e.V.

Bereits seit dem Herbst 2025 arbeiten wir im Kompetenzcluster innovative Pflege (KiPf) daran, die Digitalisierung der Pflege in Bayern voranzubringen. Nun ist auch das Partnerprojekt zum KiPf offiziell gestartet: die Bayerische Forschungsinitiative Pflegetechnik (FiPtec).

Forschungsoffensive zur „guten Pflege für morgen"

Wie das KiPf ist auch die Forschungsinitiative Pflegetechnik eine zentrale Säule der HighCare Agenda, um die Pflege in Bayern innovativ zu gestalten und zukunftsfähig zu machen. „Die FiPtec wird im Verbund mit allen bayerischen Hochschulen und Universitäten mit pflegewissenschaftlicher Ausrichtung eine Forschungsoffensive zur 'guten Pflege für morgen' starten", erklärt Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach.

Die Forschungsinitiative Pflegetechnik ist am Bayerischen Zentrum Pflege Digital (BZPD) an der Hochschule Kempten angesiedelt und wird mit rund 4,5 Millionen Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert. Mit einer Laufzeit bis zum Sommer 2029 ist das Projekt auf knapp vier Jahre angelegt. Die offizielle Übergabe des Förderbescheids fand am 10. Februar 2026 statt.

Forschungsprojekte rund um die Einführung digitaler Technologien in der Pflege

Ziel der FiPtec ist es Hochschulen und Universitäten mit pflegewissenschaftlicher Ausrichtung in Bayern zu vernetzen und mit Partnern aus der Pflegepraxis in den Austausch zu gehen. Dadurch soll das Wissen über Technologien in der Pflege verbessert und entsprechende Forschung koordiniert werden.

Untersucht werden soll unter anderem die Innovationsbereitschaft und -fähigkeit in der professionellen Pflege. Dabei geht es auch um die Frage, welche Hindernisse dem Einsatz digitaler Technologien noch im Weg stehen.

„Wir wollen mit Pflegefachkräften in Bayern ins Gespräch kommen, um digitale Bedarfe von Personen sowie von Einrichtungen zu erfassen und gezielt bei der digitalen Transformation zu unterstützen", erklärt der Wissenschaftliche Leiter des BZPD, Prof. Dr. Mario Jokisch.

Der Wissenstransfer aus diesen Arbeitsgemeinschaften heraus soll im Rahmen von Fachveranstaltungen, Schriftreihen und Stellungnahmen stattfinden.

Ein erstes Treffen der Verantwortlichen von KiPf und FiPtec in Kempten (Foto: HS Kempten)

Kooperation von FiPtec und KiPf

Um die Ergebnisse dieser Forschung auch in die pflegerische Praxis zu bringen, wird die FiPtec eng mit uns im Kompetenzcluster innovative Pflege zusammenarbeiten. Im Fokus dieser Kooperation stehen zunächst vor allem zwei Maßnahmen: das Reifegradmodell sowie die Fortbildung zu Pflege-Technik-Experten.

Die FiPtec übernimmt die Entwicklung des digitalen Reifegradmodells. Anhand dieses Modells sollen Pflegeeinrichtungen messen können, wie weit fortgeschritten sie in der Digitalisierung bereits sind. Auf Grundlage des ermittelten Reifegrads können die Einrichtungen dann über das KiPf individuell auf sie zugeschnittene Unterstützung bei der Einführung neuer Pflegetechnologien erhalten.

Ebenso steht die Fortbildung von Pflegefachpersonen zu Pflege-Technik-Experten (PTE) auf der Agenda. Darin sollen unter anderem Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Technologien und zur Integration von Assistenzsystemen vermittelt werden. Dafür wird die FiPtec ein entsprechendes Schulungsprogramm sowie ein Zertifizierungsverfahren entwickeln. Unsere Aufgabe wird es sein, diese Schulungen bayernweit anzubieten.

Dieser „enge Schulterschluss zwischen Forschung und Anwendung ist ein Kernmerkmal unserer HighCare Agenda – und er ist die Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg bei der Digitalisierung in der Pflege", betont Gerlach.

FiPtec und KiPf im Überblick

Wir wünschen unseren Kooperationspartnern der FiPtec an der Hochschule Kempten viel Erfolg und freuen uns auf die Möglichkeit, gemeinsam die Zukunft der Pflege in Bayern zu gestalten.

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