Zum Hauptinhalt springen

UP2DATE



Bleiben Sie über aktuelle Entwicklungen zum Thema auf dem Laufenden

NIDAklinik - Rund 7.000 Übermittlungen täglich zwischen Rettungsdienst und Kliniken

NIDAklinik - Rund 7.000 Übermittlungen täglich zwischen Rettungsdienst und Kliniken

Mit mehr als 500 angebundenen Kliniken und durchschnittlich 7.000 versendeten Datensätzen pro Tag ist NIDAklinik großflächig als System für die telemedizinische Voranmeldung und digitale Protokollübergabe in ganz Deutschland im Einsatz.

Herstellerübergreifende, effiziente Kommunikation dank Schnittstellen

NIDAklinik setzt konsequent auf standardisierte, offene Schnittstellen – sowohl im Rettungsdienst als auch in der Klinik. Diese Schnittstellen ermöglichen es, dass verschiedene Einsatzdokumentationssysteme (u.a. pulsation, DIVIDOK/DokuFORM, etc.) und Medizingeräte (z.B. Beatmungsgerät, EKG) reibungslos mit der aufnehmenden Klinik kommunizieren und Daten übertragen können. Im Notfall geht es darum Daten effizient und sicher auszutauschen, anstatt Insellösungen zu schaffen. Mit diesen etablierten Standards gehen wir einen nachhaltigen Weg, der stets das Patientenwohl im Sinne einer schnellen Versorgung in den Vordergrund stellt.

EKG eines Patienten mit akutem Herzinfarkt gelangt in Echtzeit in die Klinik

Ein anschauliches Beispiel für den Wert dieser Vernetzung finden wir in der Notfallmedizin, etwa bei einem akuten Herzinfarkt (z.B. mit Verdacht auf einen STEMI). In diesem Fall zählt jede Minuten für den Patienten – es müssen umgehend lebensrettende Maßnahmen in der Notaufnahme eingeleitet werden. Dabei ist unser Ziel, diese Daten mit Hilfe des Schnittstellenmanagements und der telemedizinischen Voranmeldung in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) vorliegen zu haben, bevor der Patient ankommt, um entsprechende Vorbereitungen z.B. für die Katheterisierung zu treffen. So kann das aussehen:

  • Im Rettungswagen erfasst das EKG-Gerät EKG und Vitalparameter
  • Gleichzeitig werden durch das Rettungspersonal Dokumentationsdaten zum Patienten gesammelt, Symptome abgefragt und die elektronische Gesundheitskarte (eGK) eingelesen
  • In der Klinik kommen das EKG, die Vitalparameter, und die Daten der eGK in einer Fallakte (NIDAtracker) an und können über einen Arbeitsplatz in der ZNA direkt eingesehen werden
  • Optional können all diese Daten per Schnittstelle direkt ins KIS übertragen werden.
  • Damit befinden sich alle Informationen zum Patienten – von der Ankunftszeit, über Name bis hin zu seinen Vitalparametern – dank Schnittstellen an einem zentralen Ort.

Das Team der ZNA kann die Diagnose präzisieren und alle Ressourcen für die Katheterisierung bereithalten. Es entfallen Verzögerungen durch manuelle Übertragungen oder Kompatibilitätsprobleme. Das spiegelt sich in den Door-to-Balloon-Zeiten wider und führt zu einer nachweislich reduzierten Sterblichkeit um über 50%.

Live-EKG-Telemetrie aus dem Rettungswagen, direkt in den NIDAtracker in der ZNA

Unterstützung in Deutschlands Notaufnahmen: Neuanbindungen in 9 Bundesländern

In den vergangenen Wochen konnten wir zahlreiche Implementierungen von NIDAKlinik in ganz Deutschland vornehmen, sodass weitere Patienten zukünftig schneller und besser versorgt werden können. Dazu zählt unter anderem das Klinikum im bayerischen Landsberg am Lech. Auch das varisano Klinikum in Frankfurt-Höchst und die BG-Klinik in Tübingen sowie das Werner Forßmann Klinikum in Eberwalde, das Borromäus Hospital in Leer und das Marien Hospital in Papenburg erhielten eine prähospitale Rettungsdienstanbindung. Eine neue Anbindung wurde auch in Schleswig-Holstein etabliert. Hier wurden die Westküstenkliniken in Brunsbüttel und Heide hinzugefügt. Insgesamt wurden 4 Postfächer zum Datenempfang etabliert.

Eine weitere Anbindung wurde außerdem für das Klinikum St. Elisabeth in Straubing auf den bereits bestehenden Server der Barmherzigen Brüder Regensburg angelegt. Auch auf dem vorhandenen NIDAklinik Server des Westpfalzklinikums in Kaiserlautern wurden zwei Implementierungen durchgeführt, um die beiden zum Konzern gehörenden Standorte in Kirchheimbolanden und Kusel an die NIDAklinik Infrastruktur anzubinden.

Übersicht der Bundesländer mit Neu-Implementierungen von NIDAklinik in den vergangenen Wochen.

Zahlreiche weitere Asklepios Kliniken erhielten zudem in den vergangenen Wochen eine Anbindung an NIDAklinik. Dabei handelt es sich um die Asklepios Paulinen Klinik in Wiesbaden sowie die Asklepios Klinik in Pasewalk und drei Fachkliniken in Brandenburg a.d. Havel, Teupitz und Lübben. Bundesweit sind damit bereits mehr als 20 zu dem Konzern gehörende Kliniken Teil der NIDAklinik Infrastruktur.

In der zum Konzern gehörenden Asklepios Klinik in Parchim werden beispielsweise Einsatzdaten von den Rettungsdienstdokumentationssystem NIDA und pulsation empfangen, die wiederum dank einer Schnittstelle direkt in das Klinikinformationssystem (KIS) Dedalus übertragen werden. An diesem Beispiel zeigt sich der Nutzen der herstellerübergreifenden Kommunikation besonders . Wir übernehmen hierbei die komplette IT-seitige Abwicklung in Zusammenarbeit mit der Klinik-IT. Mit den entsprechenden KIS-Anbietern und Rettungsdienstdokumentationssystemen haben wir Technologiepartnerschaften, sodass die gesamte Kommunikation und Abrechnung über das ZTM erfolgt. Für die Klinik entfallen damit zeitliche und personelle Aufwände. Für den Patienten können durch diesen Weg wiederum wertvolle Minuten gewonnen werden.

Auch zwei weitere Helios Kliniken profitieren nun von vernetzten Abläufen in den Notaufnahmen: Im niedersächsischen Hildesheim sowie im nordrhein-westfälischen Warburg wurden zwei weitere Standorte angebunden. Warburg ist damit die 14. Helios Klinik, die NIDAklinik nutzt.

Wir freuen uns über die zahlreichen Implementierungen und wünschen allen Einrichtungen eine gute Zusammenarbeit über NIDAklinik. Viele weitere Infos zum NIDAklinik System und den einzelnen Modulen des Systems stehen auch auf unserer Produktwebseite zur Verfügung!

Ähnliche Beiträge