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Neuer KI-Chatbot bei MS – Digitale Hilfsangebote im Überblick

Neuer KI-Chatbot bei MS – Digitale Hilfsangebote im Überblick

Als wir vor einem Jahr im MS-Tageszentrum in Wien unseren KI-Chatbot „Buddy" mit Patienten getestet haben, ahnten wir noch nicht was einmal daraus entsteht. Seit einigen Wochen dürfen wir nun stolz das Ergebnis in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Multiplen Sklerose Gesellschaft präsentieren: „Chatbuddy" - Österreichs erster KI-Chatbot für Patienten mit Multipler Sklerose.

In zahlreichen Projekten, so auch in Wien, haben wir die Erfahrung gemacht, dass der Alltag mit MS häufig von Unsicherheit und offenen Fragen geprägt ist. Die Suche nach verlässlichen Informationen kostet viel Zeit und Kraft. Auch Leitlinien betonen die Wichtigkeit einer kontinuierlichen Informationsvermittlung an die Patienten (vgl. Köpke et. al. 2018).

Chatbuddy liefert daher schnelle fundierte und geprüfte Antworten auf Basis von neurologischen Leitlinien, Fachinformationen der ÖMSG und der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG). Zusätzliches Wissen, spezifisch auf Österreich zugeschnitten, wie beispielsweise regionale Hilfe- und Beratungsangebote ergänzen die Wissensgrundlage des Chatbots.

Der neue digitale Begleiter ist in die Webseite der ÖMSG eingebunden und kann dort ohne Anmeldung, kostenfrei und anonym genutzt werden. Die ÖMSG verwaltet den Chatbot redaktionell und prüft diesen regelmäßig. Damit konnten wir gemeinsam eine verlässliche digitale Anlaufstelle für Patienten mit MS schaffen.

Der Chatbuddy ist direkt über die Webseite der ÖMSG erreichbar und nutzbar

Für den Einstieg in das Thema „Künstliche Intelligenz als Begleiter" hat das Portal „trotzms" einen KI-Begleiter zusammengestellt. Dieser fasst wichtiges Wissen rund um die Nutzung von Chatbots zusammen und bietet beispielhafte Prompts zum Ausprobieren.  

Online-Chat der DMSG unterstützt durch Fachkräfte in der Sozial- und Betroffenenberatung

Einblick in die MS Beratung App

Wer es bevorzugt mit einer realen Fachkraft zu sprechen, kann über die kostenfreie App „MS Beratung" der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) mit Beratenden aus der Sozial- und Bertroffenenberatung in Kontakt treten. Im persönlichen Chat können alle Fragen rund um das Leben mit MS gestellt werden. Die Sozialberatung befasst sich mit sozialpädagogischen und psychologischen Fragestellungen z. B. Hilfe bei Anträgen oder Schwierigkeiten im Umgang mit der Erkrankung. Die Betroffenenberatung setzt sich aus Menschen zusammen, die selbst an Multipler Sklerose erkrankt sind.

Alle verfügbaren Beratenden werden in einer Liste über die App angezeigt und können direkt angechattet werden. Alternativ kann einem gewünschten Ansprechpartner eine Nachricht hinterlassen werden.


Symptome und Krankheitsverlauf tracken mit Apps speziell für MS

Neben Chat-Angeboten bieten Apps die Möglichkeit, die eigene Erkrankung möglichst individuell zu begleiten. Die speziell für MS entwickelte App „Brisa" hilft Betroffenen dabei

  • ihre Symptome zu tracken
  • den eigenen Krankheitsverlauf zu verfolgen
  • Aktivitäten festzuhalten
  • an Medikamente zu erinnern
  • Neues über MS zu erfahren
Alle Daten können in Form eines PDF-Berichts mit Ärzten oder anderen Behandlern geteilt und zum Arzttermin mitgenommen werden. Ein solches Tracking kann aufzeigen, welche Gewohnheiten oder Auslöser bestimmte Situationen oder Zustände hervorrufen. Dadurch kann die Selbsteinschätzung der Patienten gestärkt werden. Ein Video-Anwenderbericht gibt Einblicke in die App-Nutzung und zeigt, wie eine Patientin vom Symptom-Tracking profitiert.


Die Wirksamkeit von digitalen Interventionen und App-basierten Programmen bei Multipler Sklerose ist vielfach belegt. Auch wir haben uns im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte mit der Entwicklung von passenden Unterstützungsangeboten beschäftigt. Unsere Forschungsergebnisse hierzu finden Sie im Bereich Publikationen auf unserer Webseite.

Mit Chatbuddy haben wir gemeinsam mit der ÖMSG einen ersten niedrigschwelligen Begleiter geschaffen. Gerade in Kombination mit anderen digitalen Lösungen eignet er sich dafür ein schnell verfügbares unterstützendes Hilfeangebot auf mehreren Ebenen zusammenzustellen.

Alle genannten Beratungsangebote ersetzen keinen ärztlichen Kontakt.

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