Unterwegs, weitergedacht, neu aufgestellt – das Jahr 2025 im Jahresrückblick
Wenn wir auf 2025 zurückblicken, sehen wir vor allem eines: Bewegung. Neue Projekte, neue Aufgaben, Weiterentwicklungen und viele Gelegenheiten zum Austausch haben die letzten 12 Monate geprägt. Statt starr einem Plan zu folgen, haben wir flexibel reagiert und unseren Kurs immer wieder angepasst und dadurch Themen aktiv vorangetrieben. Ein Rückblick auf das, was uns 2025 in vielerlei Hinsicht bewegt hat.
Aufbau des Kompetenzclusters Innovative Pflege (KiPf) im Rahmen der HighCare Agenda
Seit September dürfen wir unseren Fokus und unseren Tätigkeitsbereich erweitern. Wir bauen das Kompetenzcluster Innovative Pflege (KiPf) im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention auf und werden dadurch ab sofort zu einer neuen Anlaufstelle für Akteure aus Pflegepraxis, Pflegewirtschaft und Wissenschaft.
Mit dem KiPf, als ein Bestandteil der HighCare Agenda, haben wir in den vergangenen Monaten sämtliche Initiativen und Akteure rund um das Thema innovative Pflege in Bayern zusammengebracht. In 10 Fachforen untergliedert widmen sich diese verschiedenen Schwerpunkte, um das Thema Innovative Pflege aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten und anzugehen.
Mit einem neu aufgestellten Team kümmern wir uns seit der offiziellen Übergabe durch Staatsministerin Gerlach im Oktober vor allem um die übergreifende Zusammenarbeit aller Akteure und die Erweiterung unseres Netzwerks. Im nächsten Jahr werden wir uns dann den weiteren Aufgabenpunkten „Wissenstransfer“ und „Infrastrukturelle Unterstützung“ widmen und verschiedene Unterstützungsformate für die Pflege aufbauen. Unser Jahresausblick im Januar hält tiefere Einblicke hierzu für Sie bereit. Bis dahin erhalten Sie auf ztm.de/kipf weitere Informationen zur Startphase des Projektes und unserem Video einige Impressionen vom Kick-Off-Termin.
Unterwegs zur elektronischen Patientenakte, TI-Messenger und Telemedizin in ganz Bayern
Auch durch zahlreiche Veranstaltungen, Fachvorträge und Workshops hat uns das Jahr 2025 in Bewegung gehalten. Vom fast nördlichsten Punkt Bayerns in Mellrichstadt bis ganz in den Süden nach Altötting haben wir Bürger und Fachkräfte mit unserer Informations- und Aufklärungsarbeit auf den neusten Stand gebracht.
Hohe Nachfrage zeigten in diesem Jahr Veranstaltungen rund um das Thema elektronische Patientenakte (ePA). In Zusammenarbeit mit Kommunen, den Gesundheitsregionen, Vereinen und unseren Kooperationspartnern konnten wir Bürgern die Grundlagen zur ePA vermitteln und mit einem großen ePA-Fachtag in Erlangen auch Leistungserbringer aus Medizin, Pflege und Therapie abholen. Mit einer zweiteiligen Online-Reihe zum TI-Messenger haben wir unsere Aufklärungsarbeit rund um die Telematikinfrastruktur komplettiert.
Besonders wertvoll war für uns auch der Austausch in zahlreichen Workshops und auf Kongressen. Thematisch durften wir hier zu KI im Gesundheitswesen, Telemedizin in der Pflege und der Hausarztpraxis und der Telereha informieren. Nicht zu vergessen ist auch unser erster DMEA-Besuch am Gemeinschaftsstand zusammen mit unseren Partnern des ADG-Bündnisses aus Baden-Württemberg und Hessen. Die DMEA wird auch 2026 wieder ein großes Jahreshighlight sein, ebenso wie zahlreiche Vorträge und Veranstaltungen, die wir bereits planen. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Jahresausblick.
Digitales Notfallmanagement um Feedback und Telestrokedienst ergänzt
Viel Bewegung gab es auch im Bereich des Digitalen Notfallmanagements. Mit NIDAklinik konnten wir unser Netzwerk zwischen Rettungsdienst, Klinik und Leitstelle in diesem Jahr auf rund 600 Kliniken ausweiten. Zusätzlich haben wir in Hamburg, Göttingen, Fürth und Freiburg verschiedene Weiterentwicklungen im Pilotbetrieb getestet, die wir nach positivem Feedback flächendeckend umsetzen werden.
Dazu gehört ein Telestrokedienst in der Klinik, der den Rettungsdienst dabei unterstützt, schwer betroffene Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall und hoher Wahrscheinlichkeit eines großen Gefäßverschlusses frühzeitig zu identifizieren. Die Patienten können dadurch direkt einer überregionalen Stroke-Unit mit Möglichkeit zur Thrombektomie zugeführt werden. Das gleiche Vorgehen erproben wir für schwerstverletzte Patienten (SIP) und Patienten mit Herz-Kreislaufstillstand (OHCA).
Eine weitere Neuheit ist ein von uns entwickeltes edukatives Feedback für das Rettungsteam. Dazu wird auf Basis gesammelter notfallmedizinischer Behandlungsdatensätze eine Feedbackakte entwickelt. Per App erhält das Rettungsteam von einem Arzt in der ZNA Feedback zu den getroffenen Diagnosen, der durchgeführten Therapie und der Weiterversorgung.
Beide Ansätze wurden erfolgreich von den Anwendern in den Pilotregionen angenommen und werden im Laufe des nächsten Jahres in den Projekten StroConnect, CONNECT_ED und Proofed weiter getestet. Wir sind gespannt darauf, NIDAklinik gemeinsam mit unseren Partnern zu einer umfassenden Plattform für das digitale Notfallmanagement auszubauen.
Neue KI-Chatbots für Patientenorganisationen, Kliniken und Pflegeeinrichtungen
Die Dynamik des Jahres zeigte sich auch in den Umsetzungen rund um unseren KI-Chatbot Buddy. Mit dem Ausbau unseres Buddy-Managementsystems ermöglichen wir zahlreichen neuen Partnern KI-Chatbots für Ihre Zielgruppe zu erstellen. Einige spannende neue Anwendungsfälle haben wir Ihnen in den letzten Monaten bereits vorgestellt. Damit freuen wir uns, dass die folgenden Chatbots (Auswahl) nun Patienten und Fachkräften im Alltag unterstützen:
- Lola als KI-Assistentin für Fragen rund um den Schlaganfall von Betroffenen und Angehörigen, gemeinsam mit der Schlaganfallbegleitung
- Migräne.AI Als Ratgeber für Patienten mit Migräne, gemeinsam mit der Schmerzklinik Kiel
- DOREA Pflegebuddy basierend auf hauseigenen Qualitätshandbüchern und Expertenstandards von DOREA
- Physio Meets Science Buddy als Wissensmanager für Physiotherapeuten gemeinsam mit den Experten von Physio Meets Science in Heidelberg
Auch technisch konnten wir unserem Buddy einige Upgrades verleihen, wie unter anderem die Spracheingabe und -ausgabe und Mehrsprachigkeit. Die nächsten Umsetzungen stehen bereits in den Startlöchern, sodass wir direkt Rückenwind in das neue Jahr mitnehmen können. Informationen zu Buddy und weitere Infos zu den Anwendungsfällen finden Sie auf unserer Produktwebseite.
Consi als förderfähige Lösung für Netzwerke und Telekonsile im Rahmen des KHTFV weiterentwickelt
Die im April 2025 bekannt gegebene Krankenhaustransformationsfonds-Verordnung (KHTFV) hat Bewegung in das Thema telemedizinische Netzwerke und Konsile gebracht. Entsprechend haben wir reagiert und unsere Plattform für Telekonsile und Fallkonferenzen „Consi“ weiterentwickelt. Damit können Kliniken verschiedene Szenarien von Telekonsilen umsetzen und ihre eigene webbasierte Plattform zusammenstellen. Mit beispielhaften Umsetzungen in den Bereichen Schlaganfall, Radiologie, Dermatologie und Seltene Erkrankungen bringen wir viel Erfahrung für neue Umsetzungen mit, und unterstützen Sie gerne dabei Ihr Netzwerk mit unserer gänzlich förderfähigen Plattform Consi zu begleiten. Auch hier werden wir im Jahr 2026 unsere neusten Umsetzungen und Erfahrungen mit Ihnen teilen.
Neue Weichenstellung zum Jahresende 2025 und Kraft tanken
Natürlich haben uns auch die letzten Wochen und Tage dieses Jahres in Bewegung gehalten, und viele Änderungen und neue Wege für das Jahr 2026 mit sich gebracht. Ehe wir Ihnen in unserem Jahresausblick davon erzählen, gönnen wir uns eine Pause bis zum 07.01.2026. Danach geht es hier in unserem Blog wie gewohnt mit unseren ZTM Updates und Neuigkeiten aus der Welt von Telemedizin, E-Health und Pflege weiter.
Wir blicken zurück und sagen DANKE an unsere Mitarbeitenden und Partner für ein Jahr voller Bewegung und dafür, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken. Nun wünschen wir Ihnen ein entspanntes Weihnachtsfest und einen gesunden Start in das neue Jahr.