UKS als Vorreiter der digitalen Notfallversorgung im Saarland mit NIDAklinik
Das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) zeigt, wie moderne Notfallmedizin heute funktionieren kann. Nach einem ersten Pilottest mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF Saar) ist die Zentrale Notaufnahme des UKS nun vollständig digital mit allen Rettungsdiensten der Region vernetzt – und damit saarlandweit Vorreiter. Wir als ZTM freuen uns besonders über diesen Meilenstein, denn mit diesem erfolgreichen Start im Saarland kommen wir der flächendeckenden telemedizinischen Vernetzung im Notfallbereich wieder einen Schritt näher. Die technische Grundlage für diesen digitalen Fortschritt bildet unser Produkt NIDAklinik, das eine sichere, strukturierte und medienbruchfreie Voranmeldung ermöglicht.
Vollständige Vernetzung: vom Einsatzort direkt in die Klinik
Die neue digitale Infrastruktur verbindet Rettungsdienst, Integrierte Leitstelle und Klinik in Echtzeit. Notärztinnen, Notärzte und nichtärztliches Rettungsfachpersonal erfassen wichtige medizinische Informationen bereits im Rettungswagen – darunter Vitalparameter, standardisierte Notfallprotokolle oder auch Fotos vom Unfallort.
Diese Daten gelangen über NIDAklinik unmittelbar in die Notaufnahme des UKS, lange bevor die Patientinnen und Patienten eintreffen.
Das Ergebnis:
- schnellere Ersteinschätzungen, basierend auf strukturierten Daten zum Patienten
- zielgerichtete Vorbereitung von Behandlungsteams,
- optimierte Schockraum- und CT-Koordination,
- deutlich weniger Zeitverlust durch analoge Prozesse
- schnellere Übergaben und dadurch bessere Heilungschancen für Patienten.
Dr. Angela Thiel-Bodenstaff, ärztliche Leiterin der Zentralen Notaufnahme, beschreibt den Mehrwert klar: Die frühzeitige Datenübermittlung ermöglicht eine „deutlich schnellere, frühzeitigere und letztlich bessere Vorbereitung auf die Versorgung der oftmals schwer verletzten oder erkrankten Patientinnen und Patienten".
Auch pflegerisch bringt die Einführung deutliche Verbesserungen. Oliver Bieg, pflegerischer Leiter der ZNA, betont die Zuverlässigkeit und Qualität der digital übermittelten Daten. Anstelle von Telefonnotizen, handschriftlichen Einträgen und nachgelagerten Übertragungen stehen jetzt strukturierte Datensätze in Echtzeit zur Verfügung – für alle beteiligten Bereiche gleichzeitig. Fehlerquellen werden reduziert, Übergaben beschleunigt und Ressourcen effizienter geplant.
Vom Pilotprojekt zur flächendeckenden Vernetzung
Die technische Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen dem ZTM und den Teams des UKS. Bereits im Sommer wurde NIDAklinik installiert, der erste Testlauf folgte im Juli gemeinsam mit dem ZRF Saar über die DRK-Rettungswache Homburg.
Schrittweise wurde anschließend jeder Rettungsdienststandort angebunden, mit dem das UKS zusammenarbeitet – nicht nur im Saarland, sondern auch in einem 60-Kilometer-Radius bis nach Rheinland-Pfalz.
Damit ist das Universitätsklinikum des Saarlandes die erste Klinik im Bundesland, die komplett digital mit allen Rettungsdiensten vernetzt ist.
Ein Erfolg, der Kreise zieht
Bei einem Informationstag des ZRF Saar konnten sich Vertreterinnen und Vertreter weiterer Kliniken persönlich am UKS ein Bild vom System machen. Timm Mathis, Geschäftsführer des ZRF Saar, betonte dabei den Mehrwert für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Mitarbeitenden im Rettungsdienst: „Nach der Einführung der digitalen Einsatzdokumentation ist dies ein weiterer wichtiger Schritt zur medienbruchfreien Übergabe in die Klinik.“
Mit der flächendeckenden Einführung von NIDAklinik setzen wir gemeinsam mit dem UKS ein Zeichen: Digitalisierung im Gesundheitswesen funktioniert – wenn Kliniken, Leitstellen, Rettungsdienste und Technologiepartner gemeinsam handeln.
Wir sind stolz, diesen Weg begleiten zu dürfen, und freuen uns auf viele weitere Regionen, die denselben Schritt mit uns gehen möchten.
In einem TV-Beitrag des Saarländischen Rundfunks erhalten Sie Einblicke in die Umsetzung vor Ort. Unsere Produktwebseite zu NIDAklinik bietet Ihnen weitere Einblicke und die Möglichkeit einen Demotermin mit unseren Experten zu vereinbaren.